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Friedhelm Döhl • Komponist

Vita

Geboren am 7. 7. 1936 in Göttingen. Humanistisches Abitur. Klavier-, Orgel- und Cello-Unterricht.

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Ab 1956 Studium an der Musikhochschule Freiburg: Komposition (bei Wolfgang Fortner), Klavier (bei Carl Seemann) und Schulmusik, sowie an den Universitäten Freiburg und Göttingen: Musikwissenschaft, Philosophie, Literatur- und Kunstwissenschaft.

1957-1964 Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Reisen nach Wien auf den Spuren von Gustav Mahler und Anton Webern.

1960 "Gustav Mahler, eine notwendige Revision", NZfM 8/1960. – Signal für eine neue Mahlerrezeption.

Auf den Darmstädter Ferienkursen Kontakt besonders zu Karlheinz Stockhausen.

1961 "Darmstadt 1961 / Stockhausen und die Kritik", in "abschnitte" 3/1961.

In Stuttgart Anregungen durch den Schriftsteller-Bruder Reinhard Döhl und Max Bense.

1962 "Passages" für Klavier, erste konsequent "informelle" Komposition, angeregt durch die Verfahren der 'spontanen Niederschrift' und der 'informellen Malerei' (UA Göttingen 1963, Friedhelm Döhl).

1962 "Oculapis" für Flöte und Klavier (UA Darmstadt 1963, Dorothy Hubbard und Friedhelm Döhl).

1963 "Webern und die Folgen" (abschnitte 5/1963). "Weberns Opus 27" (Melos 12/1963).

1963 auf Föhr Verlobung mit Julia Waiblinger, 1964 Heirat.

1964 Darmstadt Vortrag "Sinn und Unsinn musikalischer Form" (zur zweiten Periode informeller Musik), Kongreß 'Terminologie der Neuen Musik'.

1966 Promotion in Göttingen mit einer Dissertation über Anton Webern: Weberns Beitrag zur Stilwende der Neuen Musik. Untersuchungen über Voraussetzungen, Technik und Ästhetik der 'Komposition mit 12 nur aufeinander bezogenen Tönen'.
Anstoß zu zahlreichen Webern-Publikationen. Daher, auf Veranlassung von Carl Dahlhaus, als Buch gedruckt München 1976.

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1964-67 Dozent am Robert-Schumann-Konservatorium Düsseldorf (Gründung des Studios für Neue Musik).

1967 Rompreis. 1967-68 Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. – Hier Begegnung mit den römischen Komponisten der 'Nuova Consonanza', mit Bernd Alois Zimmermann, mit den Malern Bert Gerresheim und Horst Hödicke, mit den Schriftstellern Peter O. Chothjewitz und Hubert Fichte. Improvisationen im offenen Flügel als Einübung in neue Klangvorstellungen. Musik zu den New-York-Filmen von Horst Hödicke.

1967 "Tappeto" / Impressionen für Cello und Harfe nach Gedichten von Ungaretti (UA WDR Köln 1968, Klaus und Helga Storck).

1967/68 Komposition des ersten großen Orchesterwerkes "Melancolia" / Magische Quadrate für großes Orchester mit Chor und Sopransolo (UA 'Musik der Zeit' Köln 1968: Edith Gabry/Sopran, Chor und Orchester des WDR Köln, Leitung Christoph von Dohnányi).

1969 "...wenn aber..."/ 9 Fragmente nach Hölderlin für Bariton und Klavier (UA 1971: SFB Berlin/WDR Köln: Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann).

Freundschaft und Kooperation mit Günther Uecker.

1968, 1971 Förderpreise der Länder Nordrhein-Westfalen und Berlin.

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1969-74 (als Nachfolger von Josef Rufer) Akademischer Rat und Lektor, seit 1971 Professor am Musikwissenschaftlichen Institut der Freien Universität Berlin.

Mitglied der Gruppe Neue Musik Berlin.

Freundschaft mit Boris Blacher und Isang Yun.

Mehrere Reisen nach Skandinavien (Stockholm, Jütland) und Griechenland (Athen, Nauplion), angeregt durch die Arbeiten des Bruders und Archäologen Hartmut Döhl.

1970/71 "Klang-Szenen" I und II (mit Günther Uecker, UA I: Kunsthalle Düsseldorf und Edinburg 1970, II: Nationalgalerie Berlin 1971).

Begegnung und Freundschaft mit dem amerikanischen Maler Jon Schueler in Edingburg. Aufenthalt in Schuelers Haus in Mallaig, an der Westküste Schottlands (am 'Sound of Sleat'). Entwurf des Streichquartetts "Sound of Sleat".

1972 UA "Sound of Sleat" / Streichquartett (Wittener Tage für neue Kammermusik / WDR Köln 1972, Gaudeamus-Quartett).

1972 "Zorch" / Sound-Scene für Big-Band und 3 offene Flügel (UA Rias Berlin 1972, Leitung Klaus-Martin Ziegler).

1972-74 "Mikrodramen" I-III (UA I: 1972 Berlin, Eberhard Blum, Flöte/Akteur und Helmut Krauss, Sprecher, II/III: Darmstadt/Witten, Helmut Krauss, Akteur/Sprecher).

1973 Islandreise. – UA "Sotto voce" für Flöte, Cello und Klavier IGNM-Festival 1973 Reykjavik (Gerhard Braun, Werner Taube und Peter Roggenkamp).

1973/74 "Szene über einen kleinen Tod" für Frauenstimme, Flöte und Cello (UA Zürich 1975, Hanna Aurbacher, Gerhard Braun und Werner Taube).

1974 Berlin Gründung des Vereins der Freunde Schnackenburgs.

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1974-82 Direktor der Musik-Akademie Basel. Hier u.a. Realisierung eines musikpädagogischen Konzepts "Von der Basis bis zur Spitze", Gründung musikalischer Grundkurse und neuer Filialen sowie der Studios für Elektronische Musik, für Musik und Theater und für Außereuropäische Musik.
Meisterkurse: Walter Levin / LaSalleQuartett (jährlich), Siegfried Palm, Michael Gielen, Mstislaw Rostropowitsch, Gidon Kremer, Earle Brown, John Cage, Vinko Globokar, Mauricio Kagel, Luigi Nono, Dieter Schnebel, Kazimierz Serocki, Karlheinz Stockhausen, George Gruntz, William Buxton, Joan la Barbara, Andreas Gutzwiller, Eberhard Blum, Paul Zukofski, Donald Knaack, Arie Vardi, u.a..

Freundschaft und rege Korrespondenz mit Diether Roth.

1976 "Odradek" für 2 offene Flügel (UA Basel 1976, Friedhelm Döhl und Jean-Jacques Dünki).

1977 Gründungsmitglied des FC Stradivari.

1978 "Auf schmalem Grat" / Requiem für 6 Stimmen (UA Radio DRS Basel, Collegium Vocale Köln, Leitung Wolfgang Fromme).

1980 "Conductus" für 4 Schlagzeuger (UA 1981 Stadttheater Basel, Basler Schlagzeugensemble, Leitung Paul Sacher).

September 1980 Nauplion/Peloponnes: Kurse für Alte und Neue Musik (mit Hans-Martin Linde, Konrad Ragossnig und Dimitri Terzakis). – UA "2 Songs of Palamidi" für Flöte und Gitarre. Ehrenmedaille der Stadt Nauplion.

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Orchesterwerke seit Basel (1977):

- "Ikaros '77" / Ballett für Orchester (UA 1980: Basler Sinfonie-Orchester, Leitung Moshe Atzmon),

- 1980/81 Symphonie für Cello und Orchester/ "wie im Versuch wieder Sprache zu gewinnen" (UA 1981: Heinrich Schiff, Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, Leitung Hans Zender),

- 1982/83 "Tombeau" / Metamorphose für großes Orchester (UA 1983: Philharmonisches Orchester Kiel, Leitung Klaus Weise),

- 1984 "Passion. Für Orchester" (UA 1985: Rundfunk-Sinfonieorchester NDR Hannover, Leitung Othmar Mága),

- 1993/97 "Sommerreise. Klavierkonzert" (UA 1997: Schleswig-Holstein-Musikfestival, Rudolf Buchbinder, Bamberger Sinfoniker, Leitung Horst Stein),

- 1997/98 "Symphonie für großes Orchester" (UA 1998: Philharmonisches Orchester Lübeck, Leitung Erich Wächter),

- 2005/06 "Gesang der Frühe" / Dialog mit Schumann für großes Orchester (UA 2006: Philharmonisches Orchester Lübeck, Leitung Roman Brogli-Sacher).

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1980 Wittener Tage für neue Kammermusik / WDR Köln: Komponistenportrait Friedhelm Döhl, u.a. mit der Uraufführung vom "Medea-Monolog" für Sopran und Kammerorchester (June Card, Bonner Ensemble für Neue Musik, Leitung Francis Travis).

1980 Fragment "Kyrie eleison" für Orgel (UA Donaueschinger Musiktage 1980, Zsigmond Szathmáry – Fragment I einer langfristig disponierten "Orgelmesse": II. Gloria 1986, III. Offertorium 1995, IV. Agnus Dei 2004, V. Ite missa est 2005 – erste Gesamtaufnahme der "Orgelmesse" mit Zsigmond Szatmáry in Kunstraum St. Peter Köln 2009).

1980-83 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, Sektion Deutschland (Gründung des 'Ensemble Modern').

1981/82 "Fiesta" / Ballett für 2 Klaviere (UA Radio Bremen 'pro musica nova' 1982, Mats Persson und Kristine Scholz).

1982 Basel Gründung der Selmar Bagge Gesellschaft.

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Seit 1982 Professor für Komposition an der Musikhochschule Lübeck (Einführung neuer Veranstaltungsreihen wie 'Forum junger Komponisten', 'Werkstatt Neue Musik').

Studenten u.a. Peter Manfred Wolf, Wieland Kröger, Martin Karl-Wagner, Kai Wessel, Wolfgang Nicklaus, Reiner Schult, Burkhard Friedrich, Jan Müller-Wieland, Zheng Liu, Marc Aurel Floros, Yoo-Ri Kim, Reso Kiknadze, Peter Heeren, Andrei Roumiantsev, Armands Strazds, Ortrud Guntermann, Shin-Ju Hong, Kyeong-Sook Bang, Boris Guckelsberger, Yorck Kronenberg, Mu-Seoh Kim, Maximilian Marcoll, Torben Maiwald.

Projekte der Kompositionsklasse Friedhelm Döhl: 'Forum junger Komponisten' (jährlich mehrfach), außerdem Claudius-Projekt 1990, Brahms-Projekt 1993, Neue Musik für Kammerorchester 1997, Goethe-Projekt 1999, Bach-Projekt 2000.

Zahlreiche Workshops und Meisterkurse mit Komponisten und Interpreten Neuer Musik.

1991-94 gleichzeitig Rektor der Musikhochschule Lübeck. In dieser Zeit u.a. Gründung des Brahms-Festivals und der Brahms-Galerie (mit Bildern von Klaus Kröger, Laura Pearsall, Erasmus Zipfel, Johannes Grützke, Günther Uecker, Bernd Völkle, Armin Müller-Stahl, Dietrich Fischer-Dieskau und Gunther Fritz); Kooperationsvereinbarungen mit den Musikhochschulen Riga und Stockholm.

1984 "Ballet mécanique" für Kammerorchester – zum Film von Fernand Léger (UA Wittener Tage für neue Kammermusik, Ensemble modern, Leitung Bernhard Wulff).

1984 "Nachtfahrt" für offenen Flügel und Schlagzeug (UA Museum für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck 1984, Friedhelm und Janos Döhl).

1985 "Winterreise. Streichquintett" (UA 'Schubert '86' / Radio Bremen, Auryn-Quartett / Boris Pergamenschikow). Fassung für Streichorchester (UA Lübeck/Kiel 1986, Streichorchester der Musikhochschule Lübeck, Leitung Günter Behrens).

1986 "Kadenzen" zu Mozarts Klavierkonzert d-moll (UA Lübeck 1986, Manfred Fock, Klavier. Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck, Leitung Günter Behrens).

1998 Mehrere Aufführungen des Mozartkonzertes mit Döhls "Kadenzen" in Lübeck, Israel und Palästina (Jacques Ammon, Klavier. Junges Kammerorchester Lübeck, Leitung Britta von der Lippe)

Künstlerische Planung der Reihe 'Musica Viva / Begegnungen' in Reinbek 1986-88
und des NDR-Festivals 'Das Neue Werk' in Lübeck 1987.

Seit 1986 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

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Ab 1989 verschiedene 'Raum-Kompositionen' ("Missa" für 2 Posaunen und 3 Schlagzeuger [Sopran ad lib.], "Posaunen im Raum", "Flöten im Raum", "Moin moin" für 7 Schlagzeuger und 4 Posaunen, "Cube-Cracks" / 4 Schlagzeuger im Raum, "Klarinetten im Raum") in Lübeck: St.Petri, St.Katharinen, Musikhochschule, Musik- und Kongreßhalle/Senatorhotel, St.Marien, St.Aegidien, Kunsthalle St. Annen, – sowie in Kassel, Rostock, Goslar, München u.a.

1989/90 "Medea-Projekt" in St.Petri Lübeck und St. Petri Rostock (mit Barbara Engholm).

1990 "MEDEA. Oper in drei Akten". UA Opernhaus Kiel: Brenda Roberts (Medea), Mario Taghadossi, Roar Wik, Attila Kovács, Margaret Russell, Hans Georg Ahrens, Helen Centner, Philharmonisches Orchester und Chöre der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, Musikalische Leitung Klauspeter Seibel.

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November 1993 Israelreise.

1995 "Notturno" für Akkordeon und Kontrabaß (UA Dignes-les-Bains 1995, Hugo Noth/OvidiuBadila).

1996 "Drei Balladen nach Celan" für Klavier (UA Lübeck 1996, James Tocco).

1996/97 "Anarchie der Stille" / Musik und Texte von und mit Friedhelm Döhl (St.Petri Lübeck, Akademie der Künste Hamburg, St.Konrad Österreich).

1997 Rostock: "Drei Mikrodramen" – "Süll" (1972), "A&O" (1973), "Anna K" (1974). Erste zyklische Aufführung der drei Mikrodramen. (Irmgard Wagner / Sprecherin, Ensemble der Hochschule für Musik und Theater Rostock, Inszenierung Joachim Lemke).

Ballett-Produktionen durch die Tanz-Companie Lübeck / Leitung Juliane Rößler, nach: "Cube-Cracks", "Winterreise. Streichquintett" (Preis 'Kultur aktuell'), "Medea" (nach der "Symphonie für großes Orchester").

1999 Reise in die Mongolei: 1. International Festival of Actual Music (Leitung Bernhard Wulff), Vorträge/Konzerte in Ulan Bator, "Ballet mecanique" für Kammerorchester, UA "Celan-Musik" für Klavier.

1999 Rathaus / St. Petri Lübeck: 'Begegnungen' mit Schubert – Gabrieli – Bach. (Nomos-Quartett – Posaunen-Ensemble Ehrhard Wetz – Christiane Edinger, Jörg Linowitzki, Hugo Noth).

1999 "Canti" für Kontrabaß solo (UA St. Petri Lübeck, Jörg Linowitzki).

2000 "Concerto a due" für Violine und Klavier (UA im Portraitkonzert Friedhelm Döhl auf der EXPO 2000 Hannover, Christiane Edinger und James Tocco).

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2000 Uraufführung "REQUIEM 2000 / Atemwende" für Chor/Doppelchor, Alt, Bariton, Orgel, 4 Posaunen, 2 Trompeten, Flöte/Piccolo, 3 Schlagzeuger (Mechthild Seitz/Alt, Ekkehard Abele/Bariton, Zsigmond Szathmáry/Orgel, Instrumental-Ensemble, Kantorei an Sankt Martin Kassel, Leitung Hans Darmstadt).

2001 Fassungen vom "Requiem 2000" für die Vicelinkirche Neumünster und für St. Jakobi Lübeck (Leitung Hans-Jürgen Schnoor).

2000/2001 'Komponieren heute' / am Beispiel eigener Kompositionen (23 öffentliche Vorlesungen an der Musikhochschule Lübeck).

2001 "Salut" für Cello solo (UA zum 50. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts Karlsruhe am 7. 7. 2001, Ulf Tischbirek).

2001 Goldene Ehrengedenkmünze 'Bene merenti' der Hansestadt Lübeck.

29. 5. 2004 Tod des Bruders Reinhard Döhl. – "Herbstsonate" für Bratsche solo (Uraufführung Brahms-Festival Lübeck 2005, Barbara Westphal).

1996-2006 Celan-Lieder (UA Lübeck 2006, Ulf Bästlein und Friedhelm Döhl).

2006 Rathaus Lübeck: 'Friedhelm Döhl und Friedrich Hölderlin' (Matthias Lassen, Dieter Müller u.a.).

7. 7. 2006 Musikhochschule Lübeck, Komponistenportrait Friedhelm Döhl zum 70. Geburtstag – mit Ulf Tischbirek, Judith Kamphues / Angela Firkins / Christian Ruvolo (UA "Sonne"), Jörg Linowitzki, Flötenensemble Angela Firkins, Christiane Edinger / James Tocco (UA "Concerto", Neufassung 2006), Ulf Bästlein / Friedhelm Döhl (UA "Celan-Lieder"), Hans-Jürgen Schnoor. Laudatio: Björn Engholm.

2007 "Konzert mit Werken von Friedhelm Döhl (Musik) und Reinhard Döhl (Text)". Hochschule für Musik und Theater Rostock.

2008 Uraufführung der "Cellosonate" – zur 'Uraufführung' des Brahms-Bildes von Gunther Fritz (Brahms-Festival Lübeck 2008, Ulf Tischbirek).

30. 9. 2008 Uraufführung "Hiob" / Zyklus für Orgel (zur Eröffnung der Ausstellung 'Hiob' von Günther Uecker, Kulturtage Rerik, St. Johannis, Orgel Friedhelm Döhl).

24. 4. 2009 Burgkloster Lübeck: 'Musik für Solostreicher' (Christiane Edinger / Uraufführung Violinsonate, Barbara Westphal, Ulf Tischbirek, Jörg Linowitzki).

19. 9. 2009 Uraufführung "Sternverdunkelung" 1963/2009 (Lübecker Singakademie, Leitung Gabriele Pott).

30.-31. 10. 2009 Sankt Peter Köln: Erste zyklische Gesamtaufnahme und CD-Produktion der "Orgelmesse" durch Zsigmond Szathmáry; mit Dominik Susteck, Orgel II (Offertorium) und Kai Wessel, Stimme (Agnus dei).

12. 10. 2010 Lübeck: Angela Firkins spielt 'Musik für und mit Flöte' von Friedhelm Döhl. (Uraufführung "Sonnengesang" für Flöte solo.) – mit Christian Ruvolo (Klavier), Janna Ruck (Sopran), Troels Svane (Cello). Wiederaufnahmen am 1.7.2011 in Kiel und am 1.11.2011 in Hamburg.

20.-28. 11. 2010 Rostock: "Brücken" – Festival für Neue Musik in Mecklenburg-Vorpommern / Friedhelm Döhl – Composer in Residence (mit Konzerten, Vorträgen, Seminaren).

7. 7. 2011 Musikhochschule Lübeck: Komponistenportrait Friedhelm Döhl zum 75. Geburtstag – mit Klarinettenklasse Sabine Meyer / Reiner Wehle; Angela Firkins (Flöte); Hans-Jürgen Schnoor / Maike Albrecht (Orgel / Stimme); Schlagzeugensemble Johannes Fischer; Jörg Linowitzki / Benedikt Kany (Kontrabaß); Konrad Elser / Christian Ruvolo (Klavier).

12./13./14. November 2011 Rendsburg/Plön/Lübeck: "Winterreise / Streichquintett"; Fassung für Streichorchester. Norddeutsche Sinfonietta, Leitung Christian Gayed.

10. 2. 2012 Göttingen: "Passion. Für Orchester". Göttinger Symphonieorchester, Leitung Christoph Mathias Müller

21. 2. 2012 Lübeck: 'Solo für Zwei / Portraitkonzert Friedhelm Döhl': u.a. Bruchstücke zur Winterreise, Bagatellen, Sinfonia a due (Urauffürungen). Stadttheater Lübeck / Kammerkonzerte. Carlos Johnson (Violine), Hans-Christian Schwarz (Cello)

5. 5. 2013 Lübeck: "Flöten im Raum", UA der Neufassung, Flötenklasse Angela Firkins (Kunsthalle St.Annen, zur Ausstellungseröffnung Emil Schumacher).

8./9./10. Juni 2013 Rostock: "Gesang der Frühe" für großes Orchester, Norddeutsche Philharmonie Rostock, Leitung FLorian Krumpöck.

2015 Uraufführung "Elegie" / Fassung für Violine, Cello und Klavier ("Zum Abschied der Zeit"), Berlin Trio (Christiane Edinger, Lluis Claret, Klaus Hellwig), 22.4. Akademie der Künste Hamburg, 4.6. Konzerthaus Berlin.

27./28. Februar 2016 Bremen: Uraufführung "Toccata für Klavier", Auftragskomposition des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen 2016.

5./22. Mai, 11./17./23. Juni, 9. Juli 2016 Staatstheater Darmstadt: Winterreise im Ballett "Kaspar Hauser", Choreographie Tim Plegge.

3. 6. 2016 St.Marien Lübeck: Lübecker Abendmusik. 'Friedhelm Döhl zum 80. Geburtstag' – mit Schlagzeugensemble Johannes Fischer, Joachim Preu und Felix Griese (Posaunen), Maike Albrecht (Stimme), Hans-Jürgen Schnoor (Orgel / Leitung).

8. 7. 2016 Musikhochschule Lübeck: Komponistenportrait Friedhelm Döhl.  Film: "Bruchstücke. Eine Annäherung an den Komponisten Friedhelm Döhl" von Günter Wallbrecht, Hugo Germán Gaido und Michael Dreyer.  Laudatio: Björn Engholm.  Konzert: Maike Albrecht / Hans-Jürgen Schnoor (Gesang / Klavier), Konrad Elser (Klavier), Christiane Edinger / Ulf Tischbirek (Violine / Cello), Jörg Linowitzki (Kontrabaß), Elisabeth Weber / Hans-Christian Schwarz (Violine / Cello).

14. 9. 2016, Kulturforum Kiel: Chiffren – Friedhelm Döhl. Ein musikalisches Portrait.  Christof Hahn (Klavier).

25. 9. 2016, Kolosseum Lübeck: Neue Musik im Ostseeraum – Musik von Friedhelm Döhl.  Dieter Müller (Bariton), Matthias Lassen (Klavier), Heiko Maschmann (Kontrabaß), Felix Kroll (Akkordeon).

18./19./20. 6. 2017, Rostock: "Ikaros" / Ballett für Orchester. Norddeutsche Philharmonie Rostock, Leitung Roman Brogli-Sacher.

16. September 2017, 20 Uhr, Lübeck, Galerie in der Essigfabrik: Christof Hahn spielt Kompositionen für Klavier von Friedhelm Döhl. U.a. als Uraufführungen: Textur II / Brief an Schönberg (1971/2017), "Und wenn die Stimme …" / nach Beckett (Version 2017).

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Kooperation mit Schriftstellern und Bildenden Künstlern.

Texte zu Musik, Kunst, Literatur.

Zahlreiche Portraits, Aufführungen und Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland.

Festivals, Konzerte, Vorträge u.a.: Darmstadt, Donaueschingen, Wittener Tage für Neue Musik, Köln, Düsseldorf, Nürnberg, Hannover, Hamburg, Stuttgart, München, Akademie der Künste Berlin, Akademie der Künste Hamburg, Pro Musica Nova Bremen, Goethe Institute international, ISCM Reykjavik, Stockholm, Rom, Athen, Nauplion, Cincinatti, Rencontre Internationale Digne-les-Bains, St. Konrad/ Österreich, Berlin, konTAKTE Dortmund, Odessa, Ulan Bathor, Expo 2000 Hannover, Rostock ...

Interpretationen durch namhafte Solisten, Ensembles, Orchester, Dirigenten (s. auch Diskographie).

CDs: "friedhelm Döhl edition" bei Dreyer-Gaido (bisher Vol. 1-17), "Symphonie für großes Orchester" bei Ars Musici, u.a.

Lit.: Metzler Komponistenlexikon, Komponisten der Gegenwart (ed. text+kritik), MGG, New Grove u.a.

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Werke in allen Gattungen: Kompositionen für Klavier (mehrere Zyklen) und offenen Flügel, 2 Klaviere ("Odradek", "Fiesta"), Orgel ("Orgelmesse", "Hiob"), Soloinstrumente wie Flöte, Violine, Viola, Cello und Kontrabaß, Kammermusik / Ensembles (Duos, Trios, Bläserquintett, Streichquartett "Sound of Sleat", Streichquintett "Winterreise", "Conductus" für 4 Schlagzeuger, "Ballet mécanique" für Kammerorchester – zum Film von Fernand Léger, "Missa" für 2 Posaunen und 3 Schlagzeuger, "Medeas Lied" für 7 Spieler, "Graduale" für 8 Posaunen, u.a.), Liederzyklen (Vagabunden-Lieder, Trakl-Lieder, 7 Haiku, "...wenn aber..." / 9 Hölderlin-Fragmente, "Unterwegs" / 7 Stationen, Itke-Songs, Celan-Lieder), Kompositionen für Gesang und verschiedene Instrumente (7 Haiku, Fragment "Sybille", Epitaph "Tich Yuang Tuc", "Szene über einen kleinen Tod", "Medea-Monolog", "Sonne" / 2 Hymnen), Mikrodramen ("Süll", "A&O", "Anna K"), (live­-elektronische) Klang-Szenen und Raum-Kompositionen ("Posaunen im Raum", "Flöten im Raum", "Moin moin" für 7 Schlagzeuger und 4 Posaunen, "Cube-Cracks" für 4 Schlagzeuger, "Klarinetten im Raum"), Ballett ("Ikaros" / Ballett für Orchester, "Fiesta" / Ballett für 2 Klaviere, "Ballet mécanique" für Kammerorchester, "Medea-Symphonie"), Musiktheater ("Medea" / Oper in 3 Akten), Konzerte ("Zorch" / Sound-Scene für Big-Band und 3 offene Flügel, Symphonie für Cello und Orchester / "wie im Versuch, wieder Sprache zu gewinnen", "Sommerreise" / Klavierkonzert, "Concerto a due" für Violine und Klavier), Orchester ("Melancolia" / Magische Quadrate für großes Orchester mit Chor und Sopransolo, "Ikaros" / Ballett für Orchester, "Tombeau" / Metamorphose für großes Orchester, "Passion / Für Orchester", "Winterreise" / Fassung für Streichorchester, "Symphonie für großes Orchester", "Gesang der Frühe" / Dialog mit Schumann für großes Orchester), Chor ("Hälfte des Lebens" für Chor und Ensemble, "Auf schmalem Grat" / Requiem für 6 Stimmen, "Requiem 2000 / Atemwende" für Chor/Doppelchor, Alt, Bariton, Orgel, 4 Posaunen, 2 Trompeten, Flöte/Piccolo und 3 Schlagzeuger, "Sternverdunkelung". Oratorium" / Variante zum Requiem 2000).


Verlage: Breitkopf&Härtel/Wiesbaden, Ricordi/Berlin, Bosse/Kassel, Schott/Mainz, Selbstverlag. (s. Werkverzeichnis)